Mindestlohn steigert Mitarbeiterzufriedenheit: Ist der Mindestlohn ein Segen?

In diesem Beitrag soll es darum gehen, wie eine bessere Bezahlung die Zufriedenheit der Mitarbeiter erhöht und so langfristig den Umsatz steigern kann. Wir geben dabei speziell auf den Mindestlohn ein.

Stress, schlechte Bezahlung, ein unangenehmes Arbeitsklima und chaotische Arbeitsbedingungen führen dazu, dass Mitarbeiter eine immer größer werdende Unzufriedenheit hegen. Gerade in der Gastronomie wirkt sich die Un- bzw. Zufriedenheit der Mitarbeiter direkt auf die Kunden und somit auch auf den Umsatz aus.

Wer kennt das nicht: Man geht mit Freunden in die Stadt einen Kaffee trinken und schaut sich nach einer geeigneten Lokalität um. Die erste Idee, die mir unbewusst in den Kopf schießt ist ein gemütliches Kaffee an der Ecke mit freundlichen Bedienungen.

Mitarbeiterzufriedenheit durch Mindestlohn

Zufriedene Mitarbeiter sorgen für gute Atmosphäre in der sich Kunden wohl fühlen und verweilen wollen. Leider treffen wir immer öfter auf das genaue Gegenteil: Servicemitarbeiter sind genervt vom stressigen Arbeitsalltag, haben wegen schlecht durchdachter Personalplanung viel zu viele Gäste zu betreuen und bekommen zusätzlich noch Ärger vom Chef, weil die Gläser zu voll sind. Wer will sich unter diesen Bedingungen schon für 6,50 (plus, wenn man Glück hat Trinkgeld, das aber sowieso mit Koch, Putzfrau und lauffauler Kollegin geteilt werden muss) die Füße plattrennen?

Geldhebel bei der Mitarbeiterzufriedenheit: Der Mindestlohn

Eine große Motivation ist, natürlich, die Bezahlung – When money talks, everybody listens.

Hier greift ab sofort das am 01.01.2015 in Kraft getretene Mindestlohngesetz.

Für Gastronomen scheint der Mindestlohn ein Fluch zu sein. Sie müssen nicht nur mit erhöhten Personalkosten rechnen, sondern haben auch mehr Arbeitsaufwand der durch die Aufzeichnungs- und Dokumentationspflicht der Ist-Zeiten der Mitarbeiter entsteht.
Obwohl gesteigerte Personalkosten zunächst eine größere Belastung für jeden Gastronomen darstellen, ist es wichtig hier die neue Situation auch aus Sicht der Mitarbeiter zu sehen: Der Mindestlohn- ein Segen.

Sie bekommen das Gefühl vermittelt, dass ihre Arbeit durch bessere Bezahlung mehr wertgeschätzt wird.

In der Vergangenheit wurde an Fragen nach einer Gehaltserhöhung aus Angst vor Zurückweisung nicht einmal gedacht, ganz abgesehen von vertraglichen Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber- und aus Erfahrung kommt der Knochen eben nicht zum Hund.

Die Einführung des Mindestlohns wirkt also wie ein Freiheitsschlag diesem Dilemma zu entkommen.

Und jetzt mal ehrlich, man fühlt sich einfach besser wenn man am Ende des Tages doch mehr in der Tasche hat, als das Nötigste für Klopapier und Spaghetti mit Tomatensoße!

Mitarbeitermotivation durch Scheinchen?

Mit neuer durch Scheinchen herbeigeführter Motivation wird dann viel lieber gearbeitet. Man kann eher über Kleinigkeiten wie die immer noch chaotische Personalplanung hinweg sehen und mit neuem Ansporn, werden glatt die maulenden Gäste der transusigen Kollegin mitbedient.
Der Chef freut sich über den eingebrachten Umsatz, fröhliche Mitarbeiter und über die wiederkommenden Stammgäste.
Am Ende des Tages gehen schließlich alle mit einem guten Gefühl und vollem Geldbeutel in den wohlverdienten Feierabend.

Das Team von gastromatic wünscht allen Lesern einen guten Start in die neue Woche! 🙂

Angesteckt vom Start-Up-Fieber hat Christin sich in den Anfängen der gastromatic-Ära im Spätsommer 2014 gegen das Sportmanagement Masterstudium und für gastromatic entschieden. Die Chance am Aufbau eines Unternehmens mitzuwirken und die Überzeugung etwas Großartiges schaffen zu können, waren Grund genug sich ins Abenteuer zu stürzen. Als Vertriebsleiterin und Ansprechpartnerin großer Kunden bekommt Sie tagtäglich interessante Branchen-Insights, die in interessante, informative und unterhaltsame Blogartikel verpackt werden, um sie mit der #gastromaticCommunity zu teilen.