Konflikte in Gastronomie: Streitende Köche verderben den Brei!

Wer in der Gastronomie oder Hotellerie arbeitet, der findet sich tagtäglich in einem Spannungsfeld mit verschiedensten äußeren Einflüssen wieder. Die Kollegen, der Chef und die Gäste haben alle unterschiedlichste Arbeitsweisen, Vorstellungen und Bedürfnisse. Am Ende soll doch immer ein zentrales Ziel im Fokus stehen: Die Zufriedenheit der Gäste.


Konflikte in Gastronomie

Konflikte und Streitigkeiten innerhalb des Betriebes

In der heutigen Gastrostory geht es um ein Thema, das oft totgeschwiegen oder ignoriert wird – Konflikte & Streitigkeiten innerhalb des Betriebes. Gemeint damit sind keinesfalls kleine Zickereien der Kollegen untereinander oder Meinungsverschiedenheiten die durch eine vernünftige Diskussion begradigt werden können, sondern vielmehr Streitigkeiten die sich festgefahren haben und drohen das Betriebsklima und den Teamgeist der Kollegen zu schädigen. Den Input für die Gastrostory konnten wir mal wieder aus einem intensiven Kundengespräch generieren und sind uns sicher, dass diese Thematik viele Nutzer von gastromatic beschäftigt und bewegt.

Allgemeine Stimmung in der Küche

„Wer die Hitze nicht verträgt hat in der Küche nichts verloren.“ Das stimmt- wenn auch bedingt, aber es stimmt. So auch unser Kunde über die allgemeine Stimmung in der Küche. „Natürlich geht es an manchen Tagen etwas rauer zu, gerade wenn viel los ist.“, meint er, aber das käme in den besten Häusern vor, womit er sicherlich Recht hat. Die „alltäglichen“ kleineren Streitigkeiten und Diskussionen seien auch nicht problematisch: „das kann das Team ab. Dann raufen sich einmal alle kurz zusammen und dann läuft es wieder.“ Zumindest war das in der Vergangenheit so- Nichts worüber man sich also ernsthafte Sorgen machen müsste, versicherte uns der Kunde. Seit ein paar Wochen ist der Clinch in der Küche nicht mehr ganz so harmlos. Denn er dauert an und es ist keine Einigung in Sicht, sondern eher im Gegenteil. Den eigentlichen Grund für diesen scheinbar unlösbaren Konflikt kann mittlerweile niemand mehr benennen, weder die beiden Streithähne noch die Küchencrew. Die Situation hat sich laut unserem Kunden dermaßen hochgeschaukelt, dass über die kleinste Kleinigkeit lautstark debattiert wird. „Ich kann mich noch daran erinnern, dass der Lieferantenwechsel einiger Produkte eine riesige Debatte auslöste. Seit dem Wechsel weigerte sich wohl der Sous-Chef mit der Qualität der Produkte zu arbeiten, was dem Küchenchef natürlich ordentlich die Laune vermiest hat. Fakt ist, dass beide Köche eigentlich nicht mehr miteinander arbeiten können: „Ich möchte, dass meine Gäste zufrieden sind und eine gute Zeit haben, das kann ich nicht 100% garantieren, wenn beide gleichzeitig in der Küche sind. Außerdem schlägt die Stimmung unheimlich auf das gesamte Team um, was wieder nach sich zieht, dass die Arbeitsprozesse nicht mehr strukturiert eingehalten werden können.“ So wie wir es beurteilen können scheint der Streit umzuschlagen auf das Arbeitsklima und auf die Gäste. Eine Lösung des Problems intern zu finden ist unwahrscheinlich. Wie geht man in so einem Fall vor? Eine externe Person involvieren?

Hektik, Stress, Zeitdruck im Gastgewerbe

Unser Statement dazu:

Das Gastgewerbe ist bekanntlich eine Branche die gezeichnet ist von Hektik, Stress, Zeitdruck und rauen Umgangstönen. Lange Arbeitszeiten und viele Überstunden zerren zusätzlich an den Nerven der Mitarbeiter. Grundsätzlich sind Konflikte nichts Schlimmes. Wo Reibung herrscht, da entsteht Wärme. Wenn sich Konflikte aber über Wochen nicht aus der Welt schaffen lassen, vielleicht sogar in Mobbing umschlagen, dann läuft man Gefahr, dass die Stimmung hinter den Kulissen sich auf die Gäste überträgt. Das Küchenteam und Servicepersonal muss untereinander und zusammen funktionieren wie ein Uhrwerk. Durch Konflikte gespalten und den Teamgeist verloren lassen sich die organisatorischen hoch anspruchsvollen Abläufe nur schwer koordinieren. Umso wichtiger ist hier, dass so früh wie möglich festgestellt wird, dass es festgefahrene Konflikte zwischen Mitarbeitern oder zwischen Chef und Angestellten gibt, und auch dementsprechende Maßnahmen zur Konfliktlösung eingeleitet werden. Wenn die interne Lösung eines Konflikts aussichtslos erscheint, dann empfiehlt es sich darüber nachzudenken einen externen Mediator mit ins Boot zu holen und dadurch eine neue Perspektive auf das Problem zu schaffen. Was genau Mediation macht, das erfahren wir in dem nächsten Beitrag in 2 Wochen. Ihr dürft also gespannt sein! 🙂

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Angesteckt vom Start-Up-Fieber hat Christin sich in den Anfängen der gastromatic-Ära im Spätsommer 2014 gegen das Sportmanagement Masterstudium und für gastromatic entschieden. Die Chance am Aufbau eines Unternehmens mitzuwirken und die Überzeugung etwas Großartiges schaffen zu können, waren Grund genug sich ins Abenteuer zu stürzen. Als Vertriebsleiterin und Ansprechpartnerin großer Kunden bekommt Sie tagtäglich interessante Branchen-Insights, die in interessante, informative und unterhaltsame Blogartikel verpackt werden, um sie mit der #gastromaticCommunity zu teilen.