Dein Erfolgsjahr 2018: 6 Vorsätze für die Gastronomie & Hotellerie

Immer das Gleiche: Man startet mit guten Vorsätzen ins neue Jahr und stellt meistens nach wenigen Tagen fest, dass man sich seine Ziele vielleicht etwas zu hoch gesteckt hat. Das wollen wir heute ändern! Wir haben sechs gastronomische Vorsätze für euch zusammengestellt, die wirklich einfach umsetzbar und trotzdem sehr effektiv sind. Wer das beherzigt, kann durch kleine Anpassungen und Optimierung seinen betrieblichen Erfolg steigern.

Mit diesen Vorsätzen für die Gastronomie & Hotellerie wird 2018 zum Erfolgsjahr!

1. „Energie- und Zeitfresser“ finden & vermeiden

Für uns ist dieser Vorsatz sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld essenziell, denn er bildet sozusagen den Grundpfeiler für alles, was man verändern will. Wer Veränderungen anstrebt, braucht Zeit dafür. Deswegen lohnt es sich jedes Jahr aufs Neue zu überlegen: Was sind in meinem Leben „Energie- und Zeitfresser“? Gibt es Dinge, in die ich unheimlich viel Energie stecke, ohne das ein zufriedenstellendes Ergebnis dabei herauskommt? Geht meine Kosten/Nutzen-Rechnung auf oder wäre diese Energie an anderer Stelle vielleicht besser investiert?

Hat man im betrieblichen Kontext einen solchen „Energiefresser“ gefunden, stellt sich die Frage, wie man ihn eliminiert. Gerade in der Gastronomie gibt es eine Reihe von Pflichten, denen man nicht einfach so den Rücken kehren kann; doch es gibt Strategien und Hilfsmittel, um sich das Leben einfacher zu machen. Ein ganz konkretes Beispiel ist der Dienstplan: Gerade für mittlere bis große Hotels und Gastronomie-Betriebe kommt die Dienstplanung oft einer Mammutaufgabe gleich, die mit hausgemachtem Papierchaos oder endlosen Excel-Listen nur unnötig Zeit und Nerven raubt. Viele Gastronominnen und Gastronomen nutzen umständliche whatsapp-Gruppen. Der administrative Aufwand bei der Schichtplanung ist dadurch extrem hoch! Wer die vielen Stunden, die man regelmäßig mit der Personalplanung verbringt, besser nutzen möchte, sollte über eine digitale Lösung nachdenken. Online-Dienstplanung hat nicht nur den Vorteil, dass ihr Zeit und Personalkosten spart, sondern auch die Mitarbeiterzufriedenheit steigern und die betriebsinterne Kommunikation verbessern könnt. Außerdem lässt sich sogar die Zeiterfassung damit verbinden; bei Systemen wie bspw. gastromatic können auch die Arbeitszeiten minutengenau aufgezeichnet werden. Die gesparten Stunden können in andere Aufgaben und Vorsätze gesteckt werden, mit denen man womöglich mehr bewirken kann.

2. Mehr Fokus auf Mitarbeiterzufriedenheit

Wir können es gar nicht oft genug sagen: Der Faktor „Personal“ ist entscheidend, wenn es um den Erfolg in der Gastronomie und Hotellerie geht. Neben den Verfügbarkeiten und Wünschen der Mitarbeiter sollte man in erster Linie sicherstellen, dass alle Arbeitsbereiche optimal besetzt sind, sodass die Gäste nach ihren Bedürfnissen & Wünschen schnell und aufmerksam bedient werden können. Doch dabei ist nicht nur eine effiziente Personalplanung gefragt, auch Mitarbeiterführung und -motivation gehören dazu. Wir geben immer wieder Denkanstöße und Tipps, mit denen man die Mitarbeitermotivation steigern kann und für ein angenehmes Arbeitsklima sorgt. So kann wirklich jede/r diesen Vorsatz mit Leben füllen, denn schon die kleinsten Veränderungen können sich hier sehr positiv auswirken. Ob zusätzliche Team-Building-Aktivitäten, ein internes Belohnungssystem oder steuerfreie Aufmerksamkeiten für eure Mitarbeiter (beachtet man einige Spielregeln, kann man jedem Mitarbeiter bis zu 180 Euro pro Jahr zusätzlich zukommen lassen) – es gibt wirklich viele leicht umsetzbare Ideen. Dazu gehört jedoch auch, dass ihr bewusst Feedback aus eurem Team einholt und offen für Veränderungen seid. Ein zufriedenes Team bildet einen ganz klaren Wettbewerbsvorteil und ist ein essenzieller Baustein eures gastronomischen Erfolgs, nicht zuletzt wenn es um richtiges Recruiting geht.

3. Social-Media-Erfolg richtig messen

Hand aufs Herz, das mit den Social-Media-Kanälen ist so eine Art Hassliebe. Man ist von Facebook, Instagram, Twitter, Snapchat und Co. oft genervt, aber ohne geht es auch nicht. Online-Marketing – und dazu gehören die sozialen Medien ganz klar – ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, denn immer mehr Kunden (in den USA immerhin schon 89%) entscheiden auf Basis von Online-Bewertungen und Social-Media-Eindruck, welches Hotel oder Restaurant sie wählen. Dabei sind die sozialen Medien nicht mit reinen Werbekanälen zu verwechseln; vielmehr geht es um Sympathie, Nahbarkeit, Authentizität und Vertrauen. Eure Inhalte sollen beim Nutzer positive Gefühle erzeugen, die er dann mit eurem Markenimage verbindet. Aber wie lässt sich Social-Media-Erfolg messen? „Nur“ das Zählen von likes, shares usw. reicht hier nicht aus. Es ist sehr wichtig sich konkrete Ziele zu setzen und diese im Zusammenhang mit sogenannten Metriken (Kennzahlen wie Follower, Reichweite etc.) zu messen. Dafür sind KPIs (Key Performance Indicator) entscheidend, denn sie bringen Kennzahlen und vorab definierte Ziele in einen messbaren Zusammenhang. Es handelt sich dabei also um Kennzahlen, die euch verraten, ob eure Social-Media-Aktivitäten euren Zielen zuträglich sind. Euer Vorsatz für 2018 sollte daher lauten: Setzt euch mit der Thematik auseinander (bspw. indem ihr in diesem Leitfaden oder in anderen Quellen schmökert) und definiert im Anschluss eure Ziele und KPIs! In den nächsten Wochen werden wir einen Blogbeitrag mit entsprechenden Beispielen vorbereiten.

4. Marketing-Aktionen mit genug Vorlaufzeit planen

Ein Ziel, das ihr euch wahrscheinlich alle vorgenommen habt: den Umsatz steigern. Um das zu schaffen, müssen besondere Marketing-Aktionen her, die saisonal sein können und idealerweise auf Feiertage und große Events (die WM naht!) abgestimmt sind. In einem unserer Gastbeiträge ging es schon mal um sommerliche Aktionen, die sich mit relativ geringem Aufwand umsetzen lassen. Wichtig ist, dass die Aktionen auf eure Zielgruppen zugeschnitten sind und zu eurem Konzept passen.

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass kreative Events immer beliebter werden, besonders in städtischen Ballungsräumen, wo eure Kunden immer wieder aufs Neue begeistert werden wollen und sich bei zu ähnlichen Angeboten schnell langweilen. Ihr könnt mit Events aus der Masse herausstechen: Ihr habt euch auf indische Küche spezialisiert? Dann veranstaltet einen Abend, an dem ihr euren Gästen die indische Kultur näher bringt… Plant einen Abend mit mehreren Gängen, der eure Besucher von Nord nach Süd und dann von Ost nach West führt. Erzählt ihnen, was es mit den Speisen auf sich hat und integriert Musik oder Tanz. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Wichtig ist nur, dass ihr genug Vorbereitungszeit einplant und euren Wareneinsatz gut kalkuliert, denn derartige Aktionen sollten gut beworben werden, damit sie ein echter Erfolg werden und eure Gäste anderen von dem unvergesslichen Abend erzählen.

5. Networking & up-to-date bleiben

Das nimmt man sich häufig vor, aber im stressigen Alltag geht es auch immer wieder unter, daher hat es dieser Vorsatz auch in die Top 6 geschafft: Netzwerken ist für uns auch 2018 das große Erfolgs-Stichwort. Das Gastgewerbe lebt u.a. vom Erfahrungsaustausch und ist eine sehr lebendige Branche mit vielen Events, Messen und Begegnungsmöglichkeiten. Man sollte sich deswegen dafür bewusst Zeit nehmen und versuchen immer auf dem neusten Stand zu bleiben, was Gastro-News angeht. Da passt es doch ganz gut, dass wir bereits letztes Jahr unsere gastromatic-Kundenevents ins Leben gerufen haben, bei denen man Kolleginnen und Kollegen trifft und auch noch praktisches Gastro-Wissen auf dem Silbertablett präsentiert bekommt. Neben gastromatic-Kunden dürfen einige wenige Gäste teilnehmen, also meldet euch gerne bei uns, falls das für euch von Interesse ist.

6. Delegieren & Zeit für dich

Die Devise „viel hilft viel“ ist nicht immer zielführend. Wer volle Leistung bringen will, muss auch mal durchatmen und sich Zeit nehmen, um wieder zu Kräften zu kommen oder in andere Sphären (wie etwa die gerade genannten Branchenevents) einzutauchen. Das gilt für eure Mitarbeiter genauso wie für euch. Wer auf sich Acht gibt und sich Schlaf und Ausgleich gönnt, ist langfristig leistungsfähiger und effizienter. Nicht jeder Mensch ist eine Hochleistungsmaschine. Wenn man den eigenen Biorhythmus berücksichtigt und nicht einfach blind 24/7 durchpowert, weil das im Gastgewerbe „nun mal so üblich ist“, hat man nicht nur mehr Lebensqualität, sondern kann auch unternehmerisch erfolgreicher sein, wie zahlreiche Studien belegen. Doch um sich das erlauben zu können, müssen Strukturen her: Man sollte sich von „Energie- und Zeitfressern“ verabschieden (siehe oben), Aufgaben priorisieren und ggf. einige davon delegieren. Vertraut dabei ruhig auf die Fähigkeiten eurer Mitarbeiter – auch das wirkt sich mitunter motivierend auf sie aus! 💯⌛

 

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Valerija hat Germanistik & Romanistik studiert und schon in diversen Bereichen gearbeitet. Der gemeinsame Nenner war dabei immer Sprache/Kommunikation, ob beim Goethe Institut in New York, bei der Naming-Agentur Endmark oder bei ihrem aktuellen Promotionsprojekt. Zur Gastronomiebranche hat sie die Personalplanungssoftware gastromatic gebracht, wo sie seit August 2016 für Content und PR verantwortlich ist.