Das gastromatic lab – Runde 3: Wieso Gründer ins lab einziehen sollten und was Sponsoren davon haben

Im Januar haben wir euch unser ambitioniertes Projekt vorgestellt: das gastromatic lab. Ein wandelbares Lokal wird zur Gastronomie-Gründerschmiede! Wir schaffen einen Ort, an dem sich zukünftige Gastro-Gründer zwei bis drei Monate ausprobieren und das eigene Gründerpotenzial inklusive Konzept auf die Probe stellen können. Den einleitenden Beitrag dazu findet ihr hier.

Konzept schärfen: Auf dem Weg zum Ziel die richtigen Fragen stellen.

Das gastromatic lab soll möglichst bald Wirklichkeit werden, doch nach einigen Planungswochen steht fest: der Weg dorthin ist spannend und mitunter lang und steinig. Was wir jetzt gerade tun, ist im Wesentlichen das, was auf einen Gründer zukommen könnte, bevor es losgehen kann… Unser Konzept steht im Kern, doch je tiefer man in die Materie einsteigt, desto mehr grundsätzliche Fragestellungen, aber auch neue Aspekte und Detailfragen, ergeben sich:

  • Was ist der USP des gastromatic lab und können wir damit jemanden überzeugen, das Gründungsprojekt finanziell zu unterstützen?
  • Wie soll der Business Plan aussehen, wie der rechtliche Rahmen?
  • Welche Firmierung kommt für diese Unternehmung in Frage?
  • Zielen wir auf eine gastronomische Lauflage ab (wie hoch sollen Umsatz und Miete sein) oder müssen wir auf eine Ziellage ausweichen?
  • Welche Werbe- und Marketingmaßnahmen gehen mit einer Ziellage einher?

Nach weiteren Gesprächen, unter anderem mit Cemal Eris (Gesellschafter von „Hans im Glück“ und Mentor für METRO Accelerator for Hospitality) und Stephan Bromm (Hospitality Consultant und Spezialist für Standort- und Objektprofile), haben wir unseren USP weiter schärfen und auch die Anreize für Gründer sowie Sponsoren differenzierter bestimmen können.

Was bieten wir Gründern?

Die Grundidee ist: Wir schaffen einen Ort, an dem Gründer eine erste Test- und Experimentierphase durchlaufen können. Jetzt wollen wir dem Ganzen zusätzlich einen Rahmen geben: Wer ins gastromatic lab einzieht und sich behauptet, durchläuft ein vielschichtiges Begutachtungs-, Coaching- und
Bewährungssystem
. Das bildet die Grundlage für ein Vertrauen in den eigenen Erfolg, aber auch für eine Folgefinanzierung, ob nun durch Banken oder durch Investoren, die in unser Mentoring- und Coachingprogramm involviert sind.

Das gastromatic lab als Inkubator mit vielen Filterebenen

Von der Bewerbung um den Einzug in das gastromatic lab bis hin zum Auszug und der follow-up Betreuung durchlaufen Gründer ein konzentriertes Mentoring-Programm:

Bewertungssystem

  • Erste Auswahl aus einer Vielzahl von Bewerbern auf Basis verschiedener Kriterien (Innovation, Nachhaltigkeit etc.) durch gastromatic lab Verantwortliche.
  • Zweite Auswahl durch (prominente) Experten-Jury im Rahmen eines Pitchs, der als medienwirksames Event aufgezogen wird.
  • Bewertung des Konzepts bzw. der Gründungsidee durch fachkundige Gutachter.

Coaching

  • Intensives Coaching zu grundlegenden Themen und Gebieten, die Gründer selbst als defizitär erachten, bspw. zu betriebswirtschaftlichen Fragen, rechtlichen Grundlagen usw. (modular aufgebaut)
  • Zeitliche Dauer von etwa 1-3 Wochen, je nach Kenntnisstand der Gründer

Bewährung bzw. proof of concept

  • Testphase des gastronomischen Konzepts inklusive Marktforschungsanteil, beobachtbarer customer experience, Erfahrungswerten zu Verweildauer von Kunden etc.
  • Erneute Bewertung des Unternehmens bzw. Konzepts nach Testphase im gastromatic lab auf Basis des generierten Umsatzes, der Kundenzufriedenheit etc.
  • ggf. Investitionsempfehlung

Wer erfolgreich das gastromatic lab verlässt, ist bereit für den Markt und somit sehr interessant für Investoren, die auf Risikominimierung aus sind. Wer diese Chance nutzen will, muss bereit sein, ein (wenn auch geringes) Risiko zu tragen. Gründer, die sich dessen bewusst sind und sich beweisen können, haben am Ende einen echten „proof of concept“ vorzuweisen, ohne sich hoch zu verschulden und jahrelang an eine Immobilie zu binden.

Wie sieht der Mehrwert für Sponsoren aus?

Ein Kriterium ist – neben Nachhaltigkeit und kulinarischer Einzigartigkeit – auch technische Innovation: Wir wollen zusammen mit den Gründern und Sponsoren zeigen, wie moderne Gastronomie funktionieren kann.
Für Sponsoren ist wichtig, Teil dieser Zukunftsvision zu werden: Sie werden als Unterstützer an einer „Idealgastronomie“ und einer dynamischen Gründerszene beteiligt. Ihr Image/Markenauftritt wird damit jung, innovationsgetrieben & zukunftsorientiert, ihr Produkt zum must-have. Sie sind von Anfang an dabei, wenn Gastronomie-Konzepte von morgen entstehen und sehen Trends, können diese zusammen mit den Gründern weiter entwickeln & analysieren. Das gastromatic lab kann so auch zum experimentellen Raum für neue Gastro-Innovationen aller Art werden, davon profitieren Gründer und Sponsoren, die das Projekt unterstützen, gleichermaßen! Das beginnt bei dem eingesetzten Kassensystem und der Software und endet bei Logistikfragen: Wird es künftig noch Lager und Großhändler geben oder entwickelt sich auch die Logistik hin zu „same day“ Belieferungskonzepten und maximaler Frische? Im gastromatic lab probieren wir es aus.

Bleibe dabei: der gastromatic lab Newsletter

Von unseren weiteren Schritten berichten wir natürlich hier auf unserem Blog. Bleibt dabei und meldet euch bei unserem Newsletter an.

Von der medialen Aufmerksamkeit, die mit dieser Unternehmung einhergeht, sind wir jetzt schon überzeugt. Hier werden junge Talente gefördert, die nachhaltige Konzepte erproben und an denen Kunden sowie Fachleute Spaß haben. Wir können kaum erwarten, dass es losgeht, auch wenn es vorab noch viel Arbeit zu bewältigen gilt.
Wir freuen uns weiterhin über Anregungen, Kritik, Ideen und Feedback jeder Art!

Ansprechpartnerin: Valerija Schwarz

E-Mail: lab@gastromatic.de

Telefon: 06151/7877744

Valerija hat Germanistik & Romanistik studiert und schon in diversen Bereichen gearbeitet. Der gemeinsame Nenner war dabei immer Sprache/Kommunikation, ob beim Goethe Institut in New York, bei der Naming-Agentur Endmark oder bei ihrem aktuellen Promotionsprojekt. Zur Gastronomiebranche hat sie die Personalplanungssoftware gastromatic gebracht, wo sie seit August 2016 für Content und PR verantwortlich ist.