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Gastro-Podcast »Zwei zu Tisch« – Jubiläumsfolge #12 mit Kent Hahne (Apeiron GmbH)


Pionier, Macher und leidenschaftlicher Gastronom: Die Rede ist von Kent Hahne, den wir zu unserem einjährigen Podcast-Jubiläum in Bonn besucht haben. Kent Hahne war einer der Vapiano-Gründer und ist heute einer der erfolgreichsten Systemgastronomen Deutschlands: Als Geschäftsführer der Apeiron GmbH ist er Franchisenehmer der L’Osteria (mit 15 Standorten) sowie Franchisegeber seiner Marken GinYuu, BULLITT und The ASH. Im Interview sprechen wir über seine spannende Unternehmer-Geschichte und darüber, was es für eine erfolgreiche Systemgastronomie braucht.

Hört gleich hier im Stream rein – oder einfach auf Spotify und iTunes:

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Von MC Donalds zum eigenen Konzept

Seine Karriere hat früh begonnen: Bereits mit 26 Jahren leitete Kent Hahne als jüngster Franchisenehmer ein MC Donalds Restaurant und durfte sich in den darauffolgenden Jahren im Rahmen der Systemgrenzen austoben. Irgendwann wurde ihm das zu eng. Für ihn stand fest: Systemgastronomie ist sein Spielfeld, auch wenn der Begriff Systemgastronomie durch Fast Food Ketten negativ konnotiert sei, so Kent. Systemgastronomie sei das Mittel, um Prozesse im Backoffice perfekt zu steuern, Synergien zu schaffen und den größtmöglichen Umsatz herauszuholen. Im Gastraum selber muss Individualität gegeben sein, so Kent. Und diese Individualität komme im Wesentlichen vom Gast und seinem Erleben auf der Fläche: Der Gast wird in seinen Restaurants direkt an der Tür begrüßt und zum Tisch geführt. Auch gibt es mittlerweile einen Full Service, was Kent wichtig ist. 

 

Familienwerte als Führungs-DNA

Kents Vater hat ihm und seinen fünf Geschwister Mut und Fleiß in die Wiege gelegt. Er hat diese Werte verinnerlicht und an seine vier Kinder weitergegeben, die alle in seinen Restaurants mitwirken. „Arbeit ist mein Leben, Gastronomie meine Leidenschaft“, betont Kent. „Meine Hobbies sind neben Sport und Schlagzeug spielen meine vier Kinder.“ Er wisse also, wie wichtig Balance sei. In seinen Restaurants versucht er diese DNA mit einzubringen und ein familiäres Umfeld zu kreieren. Das starte schon beim Wording: Bei The ASH zum Beispiel heißen die Mitarbeiter Ash Bees, bei L’Osteria sprechen die Mitarbeitenden von es La Familia! Nahbarkeit und Begegnung auf Augenhöhe sind Kent Hahne sehr wichtig. Er hat für alle ein offenes Ohr, behandelt jede*n mit dem gleichen Respekt. „Ich habe kein Ego“ beteuert er.

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Führung bei Apeiron

Seine General Manager dürfen ihre Restaurants individuell führen, es wird so wenig wie möglich vorgegeben. Kent möchte Mitarbeitende, die sich etwas trauen, eigene Entscheidungen treffen und auch mal Fehler machen. Die Regeln in den von Apeiron betreuten Systemgastonomien seien nicht so streng und mit mehr Raum für Individualität ausgestattet, als man sich vorstelle.

Auch der einzelne Mitarbeiter solle Ideen einbringen, dürfe Gerichte für die Wochenkarte vorschlagen und könne seine Zeit dank des offenen, digitalen „Dienstplans nach Umsatz“ (der Schichten vorgibt, in die man sich frei einträgt) sehr unabhängig und selbstorganisiert gestalten.

Dies und eine überdurchschnittliche Vergütung (wie sich diese zusammensetzt, hört ihr im Podcast) führe natürlich zu mehr Mitarbeiterzufriedenheit. 

 

Kents Vision für das Gastgewerbe

Einem Menschen zu dienen ist das höchste Gut dieser Welt, betont Kent. Sein Ziel ist es, dass die Gastronomie wieder einen besseren Ruf bekommt. Sein Beitrag dazu ist eine eigene Universität in Kooperation mit anderen „Systemern” wie Block oder Käfer, die staatlich anerkannt werden soll. Ein Koch muss nicht nur sein Handwerk verstehen, sondern auch kaufmännisch denken, so seine Überzeugung. 

Wovon er auch überzeugt ist: „Systemgastronomie ist im digitalen Zeitalter die Zukunft.“ Menschen wollen gerade in Großstädten ihr Leben selbst takten können, weshalb der Markt von Vorbestellen und Abholen ein Wachstum erleben werde. Zudem vertrauen Menschen Marken und wollen da sein, wo viele Menschen sind. Sie möchten gleichbleibend frische Speisen und ein Erlebnis, eine Energie spüren, so Kent. Im Laufe des Gespräch verrät er, wie das mit digitalen Tools zusammenhängt und was seine weiteren, konkreten Zukunftspläne sind. 

 

Habt ihr Anregungen, Lob, Kritik?

Wenn ihr uns ein kleines Lob für unseren Podcast dalassen wollt, gilt wie immer: sharing is caring, aber rating is the real love! Über Sterne auf iTunes und einen kleinen Kommentar freuen wir uns riesig.

Ihr habt Fragen und Anregungen? Dann lasst unter dem Blogbeitrag einen Kommentar da oder schickt uns einfach eine E-Mail an: zweizutisch@gastromatic.de

Und jetzt viel Spaß beim Reinhören!

 

 

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Luise Hoepfner

Podcasterin

Luise Hoepfner ist selbst Gastronomin und nun als Gastgeberin unseres Gastro-Podcasts "Zwei zu Tisch" unterwegs, um mit spannenden Menschen aus dem Gastgewerbe über New Work, Personal und Management zu sprechen. Seit 2016 nennt sie das vif im Westend – ein gemütlich-elegantes Paradies mit kleiner aber feiner Küche – ihr zweites Zuhause, wo sie ausgefallene plant-based-Kreationen & Caterings umsetzt. Als Arbeitgeberin weiß sie selbst um die Personal-Herausforderungen im Gastgewerbe und begegnet ihren Gesprächspartner*innen auf Augenhöhe und mit viel Empathie & Neugier.

  1. Wiebke

    Danke Luise, danke gastromatic für 12 tolle Folgen und ein Jahr mit wunderbarem wertvollem Input.
    Bitte macht weiter so.

    1. Valerija Schwarz

      Liebe Wiebke,
      herzlichen Dank für dein tolles Feedback, da freuen wir uns wirklich riesig drüber! 🙂
      Gastronautische Grüße aus Darmstadt

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