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Gastro-Podcast »Zwei zu Tisch« – Folge #9 mit Jan Steffen (Personalmarketing)


Für den neuen Podcast sind wir im bereits sehr herbstlichen Bremen zu Besuch. Schon vor Sonnenaufgang geht es gen Norden, da wir um 10 Uhr am Morgen verabredet sind. Abgeholt werden wir am Bremen HBF von Jan Steffen, unserem Interview-Partner dieser 9. Podcast-Folge. Jan Steffen kommt aus der Hotellerie und betreibt seit drei Jahren eine Personalmarketingfirma. ETO, so der Name, steht für escape the ordinary (zu deutsch: Die Flucht aus dem Gewöhnlichen). Zusätzlich organisiert er seit einigen Jahren eine Hotelmesse, die laut Aussage ein echtes Herzensprojekt für Jan und sein Team ist. Die sogenannte Nacht der Hotellerie hat vor allem das Ziel, junge Menschen wieder für das Berufsfeld zu begeistern und die Branche erlebbar zu machen.

Freut euch auf ein spannendes Gespräch und viele Tipps, wie man den Aufbau der eigenen Arbeitgebermarke strategisch angeht, Fachkräfte auf sich aufmerksam macht und seine Mitarbeitenden zu Markenbotschafter*innen werden lässt!

Die neunte Podcast-Folge findet ihr ihr hier im Stream sowie auf Spotify und iTunes:

Euch gefällt, was ihr hört? Dann hinterlasst uns doch gerne eure Gedanken und Bewertungen*****. Los geht’s!

Die Podcast-Location

Jan führt uns in eine exklusive Location hoch über den Dächern der Hansestadt, mit tollem Ausblick. Deck 20 heisst die Bar seines Freundes, der uns freundlicherweise die Schlüssel überlässt, damit wir ungestört sprechen können. Jan wollte uns gerne in seinen Büroräumlichkeiten empfangen, zieht aber gerade innerhalb Bremens in ein größeres Büro. Wir freuen uns, denn die Aussicht lohnt sich. Snacks und Kaffee stehen ebenfalls bereit, was das frühe Aufstehen direkt vergessen lässt.

 

Der Aufbau einer Arbeitgebermarke

Jan Steffen kommt da ins Spiel, wo seine Kunden im Recruiting nicht mehr weiter kommen – und da gibt es einige. ETO analysiert ehrlich die Marke, die Werte und Vorteile eines Arbeitgebers, zeigt Wege zum gezielten Recruiting auf und übernimmt (wenn gewünscht) die agile und professionelle Erstansprache bei Bewerber*innen. Dies sei nicht zu verwechseln mit Headhunting, so Jan. Es gehe darum einen ehrlichen Firmenauftritt mit der richtigen Ansprache zu erschaffen, um das Gastgewerbe zu unterstützen, qualifizierte Bewerber*innen zu finden. Die zentrale Fragen dabei:

Sind die innerbetrieblichen Prozesse deckungsgleich mit dem was nach außen kommuniziert wird oder werden den Bewerbern oft falsche Versprechungen gemacht?

Mit diesen Fragen u.a. beschäftigt sich ETO in der Firmenanalyse, so Jan. Arbeitnehmer*innen tauschen Geld gegen genommene Lebenszeit, da werde heutzutage gründlich abgewägt, vor allem in jüngeren Generationen. Vernünftige und vor allem ehrliche Zusatzleistungen sind wichtig. Bekommt man z.B wirklich eine Family und Friends Rate bei Arbeitgeber XY? Sind die Arbeitszeiten so flexibel wie in der Stellenbeschreibung beworben? Wer das vertrauen verliert, ist oft schnell wieder weg, erklärt Jan.

 

Hilfe zur Selbsthilfe

Loslegen kann jeder auch individuell mit einfachen Schritte, etwa durch das Definieren einer Zielgruppe oder eine Aufstellung der Benefits des eigenen Betriebs, die man Mitarbeitenden oft schon für kleines Geld anbieten kann. Zusätzlich gilt es intern Befragungen durchzuführen. Dabei sollte allerdings klar sein: Wer fragt, bekommt auch eine Antwort – und auf die muss eine Reaktion folgen. ETO arbeitet hier mit anonymen Befragungen, die im Hinblick auf Zufriedenheit, Verbesserungswünsche oder ganz einfach die Wahrnehmung der Marke nach innen & außen zu ehrlichen, ungeschönten Antworten führen.

Jan findet, dass sich in den letzten Jahren enorm viel Gutes in der Branche getan hat. New Work sei hier in vielen Bereichen schon angekommen. Bei Praktikant*innen und Azubis hapert es seiner Meinung nach. Die Gastronomie & Hotellerie habe es verpasst junge Menschen für eine Ausbildung zu begeistern. Es mangele den Azubis an Wertschätzung, Gehaltsspielraum & Planbarkeit. Der Wunsch nach Digitalisierung sei auch ein Thema, so Jan. 

 

Die Nacht der Hotellerie

Um diesem Problem entgegenzuwirken hat Jan ein neuartiges Eventformat initiiert. Die Nacht der Hotellerie ist eine von ihm konzipierte Messe, die jungen Menschen, Eltern und potenziellen Arbeitgebern eine Plattform bietet, um die Branche wieder erlebbar zu machen und Menschen dafür zu begeistern.

Wie der Name bereits sagt, findet die Messe am Abend statt, was Eltern der potenziellen Bewerber*innen dazu verleitet sie zu begleiten. Dies sollte laut Jan nicht unterschätzt werden, da Eltern oft einflussreicher bei der Berufswahl ihrer Kinder sind als manch einer vielleicht denkt. Es gibt Workshops zum mitmachen und ausprobieren, Vorträge und gezielte Infos für Eltern, die eventuelle Sorgen nehmen und Ammenmärchen widerlegen.

Die Nacht der Hotellerie ist für Jan ein enorm authentisches und wichtiges Projekt und er hofft, dies in weiteren Städten anbieten zu können. Zur Zeit gibt es die Messe an den Standorten Bremen mit Dorint als Partner und Bonn mit dem Hilton. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg und hoffen, es lassen sich weitere Städte und Hotelbetreiber für dieses gezielte Recruiting-Format begeistern. Vielleicht inspiriert das ja auch euch, mal etwas ähnliches für den eigenen Betrieb zu starten? 

 

Habt ihr Anregungen, Lob, Kritik?

Wenn ihr uns ein kleines Lob für unseren Podcast dalassen wollt, gilt wie immer: sharing is caring, aber rating is the real love! Über Sterne auf iTunes und einen kleinen Kommentar freuen wir uns riesig.

Ihr habt Fragen und Anregungen? Dann lasst unter dem Blogbeitrag einen Kommentar da oder schickt uns einfach eine E-Mail an: zweizutisch@gastromatic.de

Und jetzt viel Spaß beim Reinhören!

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Luise Hoepfner

Podcasterin

Luise Hoepfner ist selbst Gastronomin und nun als Gastgeberin unseres Gastro-Podcasts "Zwei zu Tisch" unterwegs, um mit spannenden Menschen aus dem Gastgewerbe über New Work, Personal und Management zu sprechen. Seit 2016 nennt sie das vif im Westend – ein gemütlich-elegantes Paradies mit kleiner aber feiner Küche – ihr zweites Zuhause, wo sie ausgefallene plant-based-Kreationen & Caterings umsetzt. Als Arbeitgeberin weiß sie selbst um die Personal-Herausforderungen im Gastgewerbe und begegnet ihren Gesprächspartner*innen auf Augenhöhe und mit viel Empathie & Neugier.

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