Arbeitsstättenverordnung 2016/2017: Geplante Änderung

Ein Arbeitsplatz am Fenster? Oder zumindest in einem durch Tageslicht durchfluteten Raum? Für die meisten aller Arbeitnehmer ganz normal und selbstverständlich. Im Gastgewerbe ist es nicht ganz so üblich und keine Seltenheit, dass gerade Köche und Küchenmitarbeiter nur vor- und nach der Arbeit Tageslicht sehen. Dies hat meistens Gründe, die auf die historische Bausubstanz der jeweiligen Betriebe zurückzuführen sind. Für nicht wenige Gastronomen und Hoteliers würden notwendige Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen, die durch die Durchsetzung des Gesetzesentwurfs erforderlich wären, ein erhebliches wirtschaftliches Risiko bedeuten.

Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)

Nach der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) obliegen Räume, die zur Arbeitsstätte gezählt werden, bestimmten Auflagen und Vorgaben. Ganz speziell wird für Arbeits-, Pausen-, Bereitschafts-, Liege- und Sanitätsräume eine Sichtverbindung nach außen vorausgesetzt. Sichtverbindung nach außen bedeutet einfach ausgedrückt: ein Fenster. Das muss je nach Raumgröße sogar ganz bestimmte Abmaße haben. Lagerrräume und Räume, in denen sich das Personal nur kurz aufhalten muss, sind aber laut Gesetzesentwurf weiterhin von dieser Regelung ausgenommen. Zusätzlich zur vorgeschriebenen Sichtverbindung nach draußen gibt es strikte Vorgaben, was die Helligkeit in den jeweiligen Räumen angeht und auch Mindest- und Höchsttemperatur in den Räumen sind ganz klar vorgegeben – hierzu aber in einem späteren Beitrag mehr.

Arbeitsstättenverordnung 2016/2017: Teure Umbaumaßnahmen

Aufmerksam auf den geplanten Beschluss wurden wir mal wieder durch einen unserer Kunden. Er betreibt ein Restaurant in einem historischen und unter Denkmalschutz stehenden Gebäude und hat Sorge, dass er durch die neuen Auflagen aufwendige und kostspielige Umbaumaßnahmen vornehmen muss. Gerade Betreiber von Gastronomien oder Hotels in ländlichen Regionen seien genauso betroffen wie er, teilt er uns während eines Telefongesprächs mit. Dort gebe es einige denkmalgeschützte Gebäude, in denen Gastronomie- oder Hotelleriebetriebe geführt werden. „So ohne weiteres Umbauen geht da eh‘ nicht“, und für etliche Anträge und Behördengänge fehle ihm einfach die Zeit „und ehrlich gesagt auch die Lust“, beklagt er sich bei uns.
Auch wir sind der Meinung, dass gerade für Betriebe in ländlichen Regionen eine Sonderreglung notwendig ist, da diese oftmals ohnehin mit schwindenden Gästezahlen und zahlreichen bürokratischen Auflagen zu kämpfen haben.
Wir sind gespannt, wie es in diesem Zusammenhang weiter geht und werden Euch selbstverständlich auf dem Laufenden halten.

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Angesteckt vom Start-Up-Fieber hat Christin sich in den Anfängen der gastromatic-Ära im Spätsommer 2014 gegen das Sportmanagement Masterstudium und für gastromatic entschieden. Die Chance am Aufbau eines Unternehmens mitzuwirken und die Überzeugung etwas Großartiges schaffen zu können, waren Grund genug sich ins Abenteuer zu stürzen. Als Vertriebsleiterin und Ansprechpartnerin großer Kunden bekommt Sie tagtäglich interessante Branchen-Insights, die in interessante, informative und unterhaltsame Blogartikel verpackt werden, um sie mit der #gastromaticCommunity zu teilen.