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11 Gastronomie Tipps, die dich erfolgreicher & glücklicher machen

11 Gastronomie Tipps, die dich erfolgreicher & glücklicher machen


Die Gastronomie ist in vielerlei Hinsicht ein hartes Business. Die wenigsten Gäste wissen, wie kompliziert ein Job in der Gastro-Branche sein kann und wie schwer es ist erfolgreich zu sein, ob nun für Servicemitarbeiter*innen, Köche, Barkeeper oder Restaurant-Manager*innen. Lange Tage, Überstunden, Konkurrenzkämpfe und erschwerte Arbeitsbedingungen bescheren der Branche auch bei Arbeitnehmer*innen einen vergleichsweise schlechten Ruf, was dazu führt, dass der Nachwuchs fehlt.

Das sieht man auch an den Ausbildungszahlen: Die Anzahl der Lehrlinge in der Gastronomie und Hotellerie ist binnen der letzten 5 Jahre um 22% gesunken. Höchste Zeit also für ein Umdenken. Doch das soll heute nicht mit der moralischen Keule daherkommen, vielmehr mit einem Appell: Wir kennen auch die schönen Seiten des Gastronomiegeschäfts und sind überzeugt, dass man als Gastronom*in nicht nur den eigenen Betrieb, sondern auch das Gastgewerbe nachhaltig verändern kann, wenn man einige Dinge hinterfragt und mit frischer Energie neu angeht. Was viele dabei nicht im Blick haben: Man selbst profitiert auch auf persönlicher Ebene immens von den Veränderungen. Das Ergebnis sind erfolgreichere Betriebe und glücklichere Menschen. Mit dieser Check-Liste wollen wir dir Tipps und Tricks an die Hand geben, um im Gastgewerbe erfolgreicher zu sein und für dich, dein Team und die Branche nachhaltig Dinge zu verändern… Zusätzlich gibt es am Ende des Beitrags noch eine tolle Checkliste, die dir hilft den Status Quo zu reflektieren. 

 

Tipp 1: Reflektiert und kritisch - Status Quo prüfen!
Tipp 1: Reflektiert und kritisch – Status Quo prüfen!

Manche Defizite sieht man sofort (Gäste bleiben aus, die Zahlen sind nicht optimal usw.), andere werden erst auf den zweiten oder dritten Blick sichtbar. Vielleicht weißt du noch gar nicht, dass du nicht dein volles Potenzial ausschöpfst, dass du noch viel mehr aus deinem Laden oder dem Umgang mit deinem Team rausholen kannst? Es lohnt sich in jedem Fall in regelmäßigen Abständen – alleine, mit Expert*innen oder am besten im Team – den gegenwärtigen Status zu hinterfragen und einen Blick in die Zukunft zu wagen: Ist das, was wir machen und wie wir es machen, richtig gut und zeitgemäß? Nur wer kritisch bleibt und seine Komfortzone auch mal verlässt, kann langfristig der Konkurrenz die Stirn bieten und erfolgreich bleiben.

 

Tipp 2: Businessplan - Das Fundament deines Erfolgs
Tipp 2: Businessplan – Das Fundament deines Erfolgs

Um Erfolg zu messen, muss man wissen, woher man kommt und wohin man will, dass gilt für Branchen-Profis genauso wie für jeden, der darüber nachdenkt Gastronom*in zu werden. Definierte Ziele und ein Businessplan (samt Soll-Ist-Vergleich), der alle Kosten übersichtlich aufschlüsselt, schaffen Klarheit. Controlling ist hier das Stichwort! Kann ich Personalkosten einsparen? Lassen sich die Kosten für den Wareneinsatz reduzieren? Zu hohe Basiskosten haben schon so manchem gut angenommenen Konzept das Genick gebrochen. Idealerweise macht man monatsweise einen Abgleich von gesetztem Budget (Soll) und tatsächlichen Zahlen (Ist). Versuche dabei unbedingt das Qualitätslevel eurer Speisen und Getränke zu halten, denn diese Veränderungen bemerken Stammgäste schnell und kommen bei Abweichungen von der geliebten Norm womöglich nicht wieder. Um herauszufinden, welche Gerichte du aber getrost streichen kannst, bietet sich eine Renner-Penner-Analyse an. Optimierungspotenzial bietet in diesem Zusammenhang auch die Nutzung steuerbegünstigter Regelungen wie zum Beispiel SFN-Zuschläge oder freiwillige Arbeitgeberleistungen. Entweder man bildet sich privat weiter (etwa durch Blogs wie diesen!) oder man setzt auf den Steuerberater des Vertrauens.

 

Tipp 3: Tipps und Tricks für das Personalmanagement

Tipp 3: Tipps und Tricks für das Personalmanagement

Was die Personalorganisation und Schichtplanung angeht, leben sehr viele Gastronom*innen noch im letzten Jahrhundert. Schichtpläne werden oft noch händisch, mit Whatsapp-Gruppen oder Excel-Tabellen und somit extrem mühselig und zeitintensiv gepflegt, ohne Kennzahlen aus Lohn & Umsatz zu berücksichtigen. Dabei ist ein unnötig aufgebauschter Personalbestand häufig ein erheblicher Kostenfaktor! Es gibt heute diverse digitale Tools, mit denen sich alles, was mit der Personalplanung zu tun hat, sehr effizient und transparent erledigen lässt: vom Schichtplan über die Krankheits- und Urlaubsregelung bis hin zur Zeiterfassung mit integrierter Lohnabrechnung. Via Software und App sind Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen verbunden, so können bspw. offene Schichten blitzschnell neu besetzt werden. Personalverantwortliche haben zudem immer alle Kosten im Blick, die Mitarbeitenden sind wesentlich zufriedener und eine integrierte Auswertung garantiert die Kontrolle über Zahlen und Abläufe in einem Betrieb. Wer Erfolge feiern, für ein gutes Betriebsklima sorgen und gleichzeitig seine Nerven schonen will, sollte hier unbedingt mit der Zeit gehen.

 

Tipp 4: Wertschätzender Umgang mit Kolleg*innen

Tipp 4: Wertschätzender Umgang mit Kolleg*innen

Die Stimmung in deinem Team wirkt sich unmittelbar auf den Erfolg deines Betriebs aus. Gäste zahlen für ein erstklassiges Erlebnis; das geht nur mit erstklassigem Service und hoher Qualität. Man sollte sich stets der Tatsache bewusst sein, dass auch qualifizierte und glückliche Mitarbeitende der Schlüssel zum Erfolg sind und sie dementsprechend behandeln. In diesem Blogbeitrag sind ein paar Ideen zu wertschätzendem Umgang zusammengefasst – schau mal rein. Eine verbesserte Stimmung im Team wirkt sich auch schnell auf dich aus: Ist dein Team happy, bist auch du es.
Wer seine Strukturen grundsätzlich überdenken will und seine Arbeitgebermarke nachhaltig stärken möchte, sollte sich unbedingt mit Ansätzen aus dem New-Work-Kontext beschäftigen und vielleicht mal bei unserem Gastro-Podcast “Zwei zu Tisch” (auf Spotify und auf iTunes) reinhören, in dem es ausschließlich um die Themen Führung, Personal und Management im Gastgewerbe geht.

 

Tipp 5: Teamspirit und deine Rolle darin

Tipp 5: Teamspirit und deine Rolle darin

Das gerade schon angeschnittene Thema der Mitarbeiterzufriedenheit hat viele Facetten und du spielst darin eine entscheidende Rolle: Hast du ein Gespür für die Teamdynamik? Bist du als Vorgesetzte*r ein Vorbild für deine Kolleg*innen? Sei dir deiner Stellung als Leader bewusst! Klar, niemand ist perfekt und kann auf allen Ebenen glänzen, aber du solltest darauf achten, dass dein Team insgesamt zufrieden ist. Schon minimale Veränderungen wie Transparenz, gelegentliche Team-Building-Events, Fortbildungsmöglichkeiten, Teilhabe beim Erarbeiten neuer Themen oder eine offene Feedback- und Kommunikationskultur können Großes bewirken! Sei eine konsequente Leitfigur und stoße Veränderungen an, wenn sie nötig sind. Viele konkrete Tipps findest du beispielsweise hier, oder wenn du lieber etwas zu dem Thema hören möchtest, höre doch mal in unsere Podcastfolge mit Heidi & Martin Rieb vom Fischer am Ammersee rein. Du wirst sehen: Das macht dich nicht nur erfolgreicher, sondern langfristig auch zufriedener und ausgeglichener.

 

Tipp 6: Klare signatures & ein authentisches Profil

Tipp 6: Klare signatures & ein authentisches Profil

Dein Konzept und seine Umsetzung sind das Herzstück deines Erfolgs. Einige wenige aber klare signatures sind hier entscheidend: Der Gast sollte an zwei bis drei Merkmalen sofort erkennen können, worum es (in erster Linie kulinarisch) geht. „Alles“ auf der Speisekarte zu versammeln ist dabei schon lange nicht mehr zeitgemäß, ein Fokus bzw. eine Spezialisierung muss da sein. Eine unverkennbare Handschrift – in Hinblick auf den Geschmack, aber auch auf das Design – und ein authentisches Gesamterlebnis bringen deine Gäste dazu, zu verweilen (und zu konsumieren).  Hin und wieder sollte man versuchen, die Eindrücke der Gäste abzufragen, sei es im Gespräch oder durch eine strukturierte Befragung.

 

Tipp 7: Trend it up!

Tipp 7: Trend it up!

Gastronom*innen und alle, die es werden möchten, sollten immer verfolgen, was sich in der Branche so tut. Natürlich darf man nicht jedem Trend hinterherrennen. Aber: Etwas Variation oder Veränderung kann nicht schaden. Behalte im Auge, was in deinem Laden ankommt und was nicht. Ein Mix aus Klassikern und wechselnden Speisen & Getränken bietet dabei genug Raum, um Neues auszuprobieren. Die Trends, die du integrierst, sollten zu deinem Konzept passen! So würde Craft Beer wohl kaum in eine urige Brauerei passen, so beliebt es auch ist, es sei denn du produzierst dein eigenes Pale Ale und Co.

 

Tipp 8: Social Media als Erfolgsfaktor

Tipp 8: Social Media als Erfolgsfaktor

Dass Marketing & Kommunikation (online, offline und auf der Ladenfläche selbst) zur Gastronomie gehört, brauchen wir dir ja nicht zu sagen. Wer als Gastronom heute allerdings noch nicht auf Social Media setzt, verpasst was! Während Facebook schon längst zum Standard gehört, nehmen Instagram & insbesondere Snapchat Fahrt auf. Bei Instagram dreht sich alles um Bilder & kurze Videos, die Emotionen wecken. Daher ist die App auch voll von Food-Pics, das Thema Essen boomt Hashtags wie #foodporn, #Eeeeeats, #ForkYeah, #foodgasm, #foodie, #delish, #cleaneating und #foodiegram dienen als thematische Filter und verbinden deine Bilder mit Usern auf der ganzen Welt! Snapchat ist jünger und schneller: Während auf Instagram alle geposteten Bilder in deinem Profil gespeichert werden, verschwinden Fotos & Videos aus deinen „Stories“ auf Snapchat nach 24 Stunden wieder. Diesen Trend hat Instagram längst adaptiert und damit den Konkurrenten Snapchat – zumindest im deutschen Raum – weitestgehend eingeholt, wenn nicht sogar abgelöst. Egal welches Medium ihr nutzt, mit den Stories lassen sich emotionale Inhalte kreieren und alltägliche Geschichten erzählen, die höheren Ansprüchen an Bildästhetik nicht genügen müssen. Deine Follower lernen dein Team und deinen Laden von einer ganz anderen, persönlicheren Seite kennen. Gerade beim jungen Publikum sind Stories auf Snapchat und Instagram extrem beliebt. Was hier auch ein spannendes Experimente sein kann: Erstelle einen Geofilter (siehe Bild unten; Quelle: Snapchat).

Geofilter sind kreative Overlays für die Snaps (“Schnappschüsse”), die anzeigen, wo man gerade ist. Sie werden Usern in der App an bestimmten Orten, bspw. auch in Hotels, Restaurants oder Cafés, als Auswahl-Geofilter angezeigt. Man kann sie ganz einfach über das geschossene Bild legen und alle Follower dieser Person wissen dann, wo sie ihren leckeren Kaffee gerade trinkt! Authentischere Werbung geht kaum. Ein halbwegs erfahrener Grafiker kann mit deinem Logo schnell etwas Schönes basteln. Hier sollte man je nach gewünschter Zielgruppe Arbeitsaufwand und Nutzen abwägen, aber Social Media Marketing ist kein Hexenwerk. Mit wenig Aufwand kann man sich so auch ganz neue Zielgruppen, etwa die Millennials, erschließen! Einfach mal ausprobieren. Hier seht ihr ein paar erfolgreiche Beispiele von gastromatic-Kunden wie Tim Mälzers BullereiBurritoRicoL’Osteria und dem Wellnesshotel Hubertus.

Für die Social-Media-Muffel gibt es aber auch noch eine weitere Möglichkeit die sozialen Netzwerke für sich zu nutzen: Influencer-Marketing. Dazu haben wir auch einen umfangreichen Beitrag geschrieben, in dem wir genau erklären worauf dabei zu achten ist: Influenzer Marketing im Gastgewerbe

 

Tipp 9: Kenne deine Gäste - Ein bisschen Research kann nicht schaden

Tipp 9: Kenne deine Gäste – Ein bisschen Research kann nicht schaden

In der Systemgastronomie werden relativ viele Daten von Konsumenten erhoben, um Abläufe zu optimieren. Und auch, wenn man nicht alles über seine Gäste wissen muss, ist es doch ratsam, ein paar Details zu kennen: Wer isst bei mir und warum? Wie lange bleibt ein Gast im Schnitt? Welches Finanzpotenzial bringen meine Gäste mit, sind es mehrheitlich Studis und Schüler*innen oder Berufstätige? Fragebögen, aber auch Software-Tools, die das zum Teil übernehmen, können hier helfen. Denn: Um deine Gäste zufrieden zu stimmen, musst du sie und ihre Bedürfnisse kennen!

 

Tipp 10: Wissbegierig bleiben & mit der Zeit gehen

Tipp 10: Wissbegierig bleiben & mit der Zeit gehen

Nur Gastronom*innen, die Innovationen im Blick haben und sich ständig weiterbilden, können ihr Unternehmen erfolgreich führen. Es gibt wahnsinnig viele Branchenevents, Messen, Seminare, Fortbildungsangebote und Networking- Möglichkeiten für Gastronom*innen und Hoteliers. Nimm diese Angebote wahr, und zwar nicht erst, wenn du merkst, dass bei dir im Laden etwas schiefläuft! Und ganz wichtig. Gerade der Austausch im Team kann dir neue Perspektiven eröffnen. 

Hier unsere Tipps für interessante Veranstaltungen rund um das Gastgewerbe:

 

Tipp 11: Zeit für dich & mal durchatmen!

Tipp 11: Zeit für dich & mal durchatmen!

Du hast ein Ziel, auf das du hinarbeitest, deswegen investierst du viel Zeit in dein Unternehmen. Aber wer volle Leistung bringen will, muss auch mal seinen Akku aufladen. Das gilt für deine Mitarbeiter*innen genauso wie für DICH! Wer auf sich Acht gibt und sich Schlaf und Ausgleich gönnt, ist langfristig leistungsfähiger und effizienter. Immer noch gilt wohl in der Gastro-Branche: „Nur die Harten kommen in den Garten.“ Aber nicht jeder Mensch ist eine Hochleistungsmaschine. Wenn du deinen persönlichen Biorhythmus berücksichtigst und nicht einfach blind 24/7 durchpowerst, weil das in der Gastronomie „halt so üblich ist“, hast du nicht nur mehr Lebensqualität, sondern kannst auch unternehmerisch erfolgreicher sein, wie zahlreiche Studien belegen. Dabei helfen dir Strukturen: Priorisiere deine Aufgaben und delegiere ggf. einige davon. Du kannst nicht der Mann/die Frau für alles sein. Vertraue auf die Skills deiner Mitarbeiter*innen, das macht sie genauso happy wie dich und zeigt pure Wertschätzung für ihre Arbeit. 

 

Unser Geschenk an dich:

Lade dir zusätzlich eine Checkliste runter, mit der du in nur 20 Minuten einen ersten, kleinen Schritt in Richtung Selbstreflexion machen kannst und siehst, welche dieser 11 Punkte du bereits gut umsetzt.

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Valerija Schwarz

Kommunikation & Marketing, gastromatic

Valerija heuerte schon 2015 bei der gastromatic-Crew an und ist heute für Kommunikation, Branding und Content verantwortlich. Ihre vielseitigen Erfahrungen aus dem Bereich Kommunikation - beim Goethe Institut in New York, bei der Branding-Agentur Endmark oder bei ihrem Promotionsprojekt gesammelt - setzt sie jetzt wortgewandt für Beiträge rund um Gastro-Themen am Puls der Zeit ein, wobei ihr New Work, Nachhaltigkeit, Marketing-Wissen und (trendige bis brisante) Themen mit Bezug zu Gesellschaft & Politik besonders am Herzen liegen.

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